Ein Tag – zwei Perspektiven

Unser Azubi Kennenlerntag

„Ich kannte vorher wirklich keinen Einzigen.“ So ging der Kennenlerntag für mich los. Ein paar Stunden später wusste ich schon, wen ich demnächst in der Berufsschule wiedersehen werde. Dazwischen lagen jede Menge neue Gesichter, wichtige Tipps für den Ausbildungsstart und ein Rundgang über unseren Betrieb.

Ich bin Tabea und mache seit August meine Ausbildung zur Landwirtin bei Milch und Mast Lübbinchen. Beim diesjährigen Azubi-Kennenlerntag des Ausbildungsnetzwerks des Bauernverbands Südbrandenburg war ich selbst als Teilnehmerin dabei. Unser Betrieb war schon zum dritten Mal Gastgeber. Während ich die anderen Azubis kennengelernt habe, hatten Curd und Finn eine ganz andere Aufgabe: Sie haben uns den Betrieb gezeigt. Deshalb erzählen Curd und ich diesmal beide, wie der Tag für uns war.

Tabea

Erst mal Namen merken

Los ging es mit einer Vorstellungsrunde. Jeder hat erzählt, wer er ist, aus welchem Betrieb er kommt und wie er überhaupt zur Ausbildung gekommen ist. Neben verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben war auch der Bereich Forst vertreten.

Jetzt weiß ich zumindest schon mal, mit wem ich bald in der Berufsschule sitzen werde.

Tipps für den Start

Im Seminarraum gab es zuerst eine kurze Begrüßung. Danach wurde uns das Ausbildungsnetzwerk genauer vorgestellt: welche Betriebe und Berufe dazugehören und wer unsere Ansprechpersonen sind. Wenn irgendetwas ist, können wir uns jederzeit bei ihnen melden. Gerade am Anfang ist es gut zu wissen, an wen man sich wenden kann.

Dann ging es um den Arbeitsschutz und um unser Berichtsheft. Uns wurde genau erklärt, wie wir es führen sollen und was alles hineingehört. Schließlich brauchen wir es später für die Zulassung zur Zwischenprüfung. Dazu gab es Unterlagen und ein paar kleine Präsente – unter anderem Sonnencreme.

Zwischendurch haben wir gemeinsam Pause gemacht. Am Buffet gab es Brezeln, belegte Brötchen, Donuts, Quarkbällchen und Obst. Danach wurde uns noch die Lern-App „AgrarQuiz“ gezeigt, die wir direkt selbst ausprobieren konnten.

Zum Schluss noch eine Runde über den Hof

Zum Abschluss haben Curd und Finn uns den Betrieb gezeigt. Die beiden haben unsere Fragen beantwortet und unter anderem die neuen Kälberställe erklärt.

Danach hieß es auch schon Abschied nehmen und der Kennenlerntag war vorbei.

Curd

Jetzt zeigen wir euch mal unseren Betrieb

Für Finn und mich sah der Tag ein bisschen anders aus. Wir sollten die neuen Azubis über den Hof führen, ihre Fragen beantworten und ihnen zeigen, wie es bei uns läuft.

Dabei mussten wir natürlich ein bisschen darauf achten, wie wir die einzelnen Bereiche erklären. Die meisten hatten noch gar keinen Berufsschulunterricht. Da wollten wir nicht gleich mit zu viel Schul- und Fachwissen loslegen, sondern so erzählen, dass alle etwas damit anfangen können. Unter anderem haben wir ihnen die neuen Kälberställe gezeigt.

Beim Rundgang war außerdem unser Herdenmanager Mahmud dabei. Am Melkkarussell konnten wir den anderen die Technik direkt vor Ort zeigen.

Vor der Gruppe über unseren Betrieb zu sprechen, fiel mir nicht schwer. Ich erzähle auch meinen Freunden oft, was wir hier haben und was ich bei der Arbeit mache. Wenn mich ein Thema interessiert, rede ich viel – und unser Betrieb interessiert mich eben sehr.

Und ein bisschen Werbung für den eigenen Ausbildungsbetrieb gehört für mich auch dazu. Vielleicht bekommt dadurch ja jemand Lust, sich ebenfalls bei uns zu bewerben.

Normalerweise übernehmen solche Rundgänge eher die erfahrenen Kollegen. Umso mehr haben wir uns über das gute Feedback gefreut. Für uns hat der Rundgang richtig gut funktioniert.

Tabea: Beim nächsten Mal sehe ich die anderen wahrscheinlich in der Schule wieder. Dann kenne ich dort wenigstens schon ein paar Gesichter.

Curd: Und Finn und ich konnten zeigen, was wir hier auf dem Betrieb machen. Dass das Feedback so gut war, hat uns natürlich gefreut.

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