Berufsschule: so läuft’s bei uns (Finn & Schello)

Viele sehen bei der Ausbildung nur den Betrieb. Aber die Berufsschule gehört genauso dazu – und ohne Theorie wird’s in der Praxis irgendwann auch schwierig. Klar: Im Betrieb ist es vor allem praktische Arbeit, in der Schule eher Kopf an. Beides hat seine Vor- und Nachteile – kommt auch immer drauf an, wie der Tag gerade läuft.

Stunden & Tagesstart

Schello: „Montag bis Donnerstag haben wir meistens 8 Stunden, Freitag 6.“
Unterrichtsbeginn ist bei uns immer um 8 Uhr. Ich steh dafür gegen 6:40 Uhr auf, mach mich fertig und geh kurz zu Rewe (ist 2 Minuten von der Schule weg), um mir Frühstück zu holen.

Finn: „Offiziell sind’s bei uns auch oft 8 Stunden – manchmal aber nur 6, wenn Unterricht ausfällt.“

Unterkunft & Weg

Wir sind während der Schulzeit in einer Unterkunft in Pritzwalk, ungefähr 15 Minuten von der Schule entfernt.

Schello: „Wenn alles klappt, sind wir bei der An- und Abreise so bei 4 bis 5 Stunden unterwegs.“
Finn: „Bei uns sind’s sonntags hin und freitags zurück eher 5,5 bis 6 Stunden – der Weg ist eigentlich das Nervigste. Die Schule an sich geht klar.“

Feierabend in der Unterkunft

Und nach so einem Schultag ist auch irgendwann Feierabend. Wenn man dann wieder in der Unterkunft ist, wird nicht nur stumpf aufs Handy geguckt – manchmal gibt’s auch einfach ’nen Kartenabend. Eine Runde Knack (oder irgendwas in der Richtung), bisschen quatschen, bisschen abschalten – gerade wenn draußen sowieso nur kalt/grau ist. Und je nach Tag setzt man sich später auch nochmal kurz hin und guckt über den Stoff drüber, damit am nächsten Morgen nicht alles weg ist.

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💡 Kleiner Exkurs: Mikroskop-Übung

Und Schule heißt nicht nur „Tafel und mitschreiben“. Wir hatten auch eine Mikroskop-Übung, um zu zeigen, dass wir damit umgehen können. Jeder durfte sich eine Probe aussuchen – und Schello hat sich direkt einen Kartoffelkäfer geschnappt. War auf jeden Fall mal was anderes als nur Theorie.

Was wir feiern – und was eher trocken ist

Schello: Mein Lieblingsfach ist aktuell Landtechnik (LT), weil wir uns da mit Motoren und den neusten landwirtschaftlichen Maschinen beschäftigen. Was ich nicht so toll finde, ist Berufsrecht (BR) – wichtig, aber sehr trocken.

Finn: „Ein richtiges Lieblingsfach hab ich zurzeit nicht. Und Mathe ist gerade eher mein Hassfach – wegen den Themen.“

Typischer Schulmoment (Schello)

Und dann gibt’s diese Momente, die man irgendwie lustig findet – aber auch ein bisschen komisch, weil man ja eigentlich Unterricht machen will.

Schello: „Wir waren in Mathe gerade bei Brüchen – und unser Lehrer hat dann spontan über komplett andere Sachen geredet: Wehrpflicht, seine Münzsammlung und wie schön es ist, Berufsschullehrer zu sein.“
Ist schon unterhaltsam, keine Frage. Aber gleichzeitig sitzt du da auch und denkst dir: „Okay… und was ist jetzt mit den Brüchen?“

Unser Fazit

Finn: In der Schule hat man seine Leute und Freunde – das macht vieles leichter. Mein Tipp: Berufsschule akzeptieren und nicht immer direkt schlechtreden. Es gibt auch echt gute Momente.

Schello: Und im Betrieb ist’s dafür manchmal einfach das Wetter, was nervt: Wenn’s regnet, stürmt oder schneit, wird jede Aufgabe direkt anstrengender.

Frage an euch: Wie war/ist eure Berufsschule – eher „geht klar“ oder eher „nur wegen Abschluss“?

Euer Finn & Schello

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