Ein Tag bei den Kälbern🐄🍼

(Und warum der Milch-Boki kein Geländefahrzeug ist 😉)

Hallo zusammen,
an diesem Tag war ich wieder bei den Kälbern eingeteilt – und es gab wie immer viel zu tun.

Meine Aufgaben

Als erstes musste ich die Restmilch vom Vortag einsammeln und wegbringen, bevor ich die pasteurisierte Frischmilch ausfahren konnte. Das machen wir mit unserem Milch-Boki.

Milch-Boki-2

💡 Was ist ein „Boki“?
Das ist ein schmales wendiges Arbeitsfahrzeug, das ihr alle sicher schon mal in der Stadt bei der Gehwegreinigung oder der Grünpflege gesehen habt. Unsere Kollegen aus der Werkstatt haben auf solch einen Boki einen 1000-Liter-Tank geschweißt, in den wir die frische Milch für die Kälber füllen. So können wir wendig und flink von einem Milcheimer zum anderen fahren. Bei über 100 Eimern, die befüllt werden müssen, eine große Hilfe!

Mit dem bis zum Rand gefüllten Boki ging’s weiter zu den etwas größeren Kälbern – Tränkezeit! 
Ich habe alle Nuckel-Eimer mit frischer Milch gefüllt. Mit einzelnen Kälbern musste ich etwas üben, weil bei ihnen der Saugreflex nicht so gut ausgeprägt ist. Danach stand die zweite Milchrunde an, bevor ich den Milch-Boki gründlich gereinigt habe.

Im Anschluss habe ich frisches Wasser ausgefahren, damit unsere Kälber neben der Milch jederzeit – also 24/7 – Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Ich habe in allen Kälbergruppen Futter nachgelegt, dann Wasserwannen gereinigt und am Ende des Tages nochmal mit den jungen Kälbern Saugen geübt.

Meine Mittagspause habe ich während der Tankspülung gemacht, die etwa eine halbe Stunde dauert. Direkt danach gab es aber eine Überraschung: Als ich den Milchschlauch vom Pasteur an den gereinigten Tank anschließen wollte, lief statt klarem Wasser plötzlich eine orangefarbene Flüssigkeit aus dem Schlauch. 😳 Ich habe das sofort unserem Herdenmanager gemeldet und danach ganz normal weitergearbeitet.

Dazu aber mehr in einem anderen Beitrag über das Milchpasteurisieren 

Wie ich den Tag fand

Ich finde es richtig cool, dass ich die Arbeit mit den Kälbern schon komplett allein machen darf. Es macht Spaß zu sehen, wie sie wachsen und sich entwickeln.

Mein kleines Missgeschick

Auf dem Hof gibt es ein paar Schlammstellen, durch die man nur schwer durchkommt. Leider habe ich mich mit dem Milch-Boki dort festgefahren – und mein Azubi-Kollege Leon musste mich mit dem Radlader rausziehen. 😅

 

Was ich gelernt habe

Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, selbstständig zu arbeiten, um Erfahrungen zu sammeln – aber auch, dass man bei Problemen ruhig um Hilfe bitten darf. Und: Der Milch-Boki ist eindeutig kein Geländefahrzeug! 🚜😉

Bis zum nächsten Mal – Euer Schello

 

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