Meine ersten Wochen im Kälberstall
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Meine ersten Wochen im Kälberstall
Verpächterabend 2026 – ein Rückblick in Zahlen
Sobald die Kälber den Tränkroboter hören, stehen sie alle von selbst auf. Wie schnell sie sich merken, wo sie trinken können – und vor allem wann – hat mich in meinen ersten Wochen hier am meisten überrascht.
Ich bin Tabea, und seit dem 1. August mache ich bei Milch und Mast Lübbinchen meine Ausbildung zur Landwirtin. Eingesetzt bin ich gerade genau dort: bei den Kälbern.
Üben, bis es allein klappt
Gerade üben wir mit den Kälbern, dass sie von selbst am Tränkroboter trinken. Wenn eines dann allein trinkt, bin ich richtig stolz. Das macht mir bisher am meisten Spaß.
Drumherum läuft die tägliche Arbeit: Boxen einstreuen – für neue Kälber oder wenn das Stroh bei den anderen zu dreckig geworden ist. Futter wechseln, Tränken sauber machen, Gänge reinigen. Und zwar jeden Tag.
💡Kurz erklärt: Was ist das CalfRail?
Das CalfRail ist ein Tränkroboter, der an einer Schiene über den Buchten entlangfährt. Er hält an jeder Bucht, schwenkt den Nuckel heran und bringt die Milch direkt zu den Kälbern. In den ersten Tagen muss man ihnen zeigen, wo der Nuckel ist und wie sie daran trinken. Danach kennen sie den Ablauf – sobald der Roboter heranfährt, stehen sie schon bereit.
Mein erster Arbeitstag
Meine Ausbildung hat am 1. August begonnen, mein erster Arbeitstag war am 3. August. Der begann direkt im Kälberstall: Mir wurde erst einmal alles erklärt und gezeigt. Das war auch nötig – seit meinem letzten Besuch hier hat sich einiges verändert. Danach durfte ich gleich selbst mit anpacken.
Warum Landwirtin
Berührungspunkte mit der Landwirtschaft hatte ich schon früher, und interessant fand ich sie von Anfang an. Als ich dann zu Hause selbst mithelfen durfte, war ziemlich schnell klar, wo es hingehen soll: raus, jeden Tag etwas anderes – und am Abend sieht man, was man geschafft hat.
Vom Feld in den Stall
Am meisten interessiert mich der Pflanzenbau. Über Monate sieht man dort zu, wie sich die Pflanzen entwickeln – und wie schnell ein Unwetter alles zunichtemachen kann. Und beides hängt zusammen: Ohne Pflanzenbau hätten wir im Stall kein Futter.
Zu Hause habe ich zwar schon mitgeholfen, aber hier ist trotzdem noch einmal alles anders. Nach Feierabend gehe ich regelmäßig ins Gym. Auch nach einem langen Arbeitstag habe ich dafür noch Energie, weil ich mich dort noch einmal ganz anders bewege.
Und was ich in meiner Ausbildung unbedingt lernen möchte? Eigentlich alles.
Bis bald, eure Tabea